VII Ausgabe der Wikpol-Robotisierungsakademie – wir bedanken uns bei den Teilnehmern

Wir bedanken uns bei unseren geschätzten Gästen für die Teilnahme an der Robotisierungsakademie 2023. Wir bedanken uns bei Ihnen beiden für Ihren inhaltlichen Beitrag und für die freundliche Atmosphäre während der ganzen Veranstaltung.

In diesem Jahr fand die Robotisierungsakademie am 12. und 13. Oktober statt. Dies war die siebte von Wikpol organisierte Veranstaltung, die sich mit Fragen der Robotisierung befasste. Wie in den vergangenen Jahren bestand das Ziel der Akademie auch in diesem Jahr darin, Unternehmen, welche die Einführung von robotergestützten Verpackungs- oder Palettieranlagen in ihren Betrieben planen, Wissen und Werkzeuge zu vermitteln.

An der Veranstaltung nahmen Vertreter von Produktionsunternehmen teil, die an der Modernisierung ihrer Produktionsprozesse interessiert sind. Die inhaltliche Unterstützung wurde von Experten geleistet – hauptsächlich von Praktikern aus der Industrie, die bereits Erfahrungen mit der Robotisierung in den von ihnen verwalteten Bereichen gesammelt haben. Fachleute, welche die Unternehmen der Automatisierungs- und Robotisierungsbranche und die Technische Hochschule Lublin vertraten, gaben ebenfalls ihr Wissen weiter.

Die Partner und Mitorganisatoren der Akademie waren die weltweit führenden Hersteller im Bereich Automatisierung und Robotik: Fanuc, Festo, Turck, Schunk und der Hersteller von Industriezäunen Throax.

Die Wikpol-Robotisierungsakademie 2023 stand unter dem Motto: „Robotisierung. Sie planen – Sie realisieren – Sie betreiben. Lassen Sie uns über die wichtigsten Phasen der Investition sprechen”. Das Programm der Akademie umfasste eine Konferenz, Diskussionen, praktische Vorführungen, Workshops und den Besuch einer Produktionsstätte mit einer Roboter-Palettieranlage für Dosen und Farbeimer.

Tag 1

KONFERENZ

Der Konferenzteil der Robotisierungsakademie begann mit der Erörterung von Fragen im Zusammenhang mit den nachfolgenden Phasen des Investitionsmanagements, d. h. Planung, Implementierung und Betrieb von Roboterproduktionslinien.

Die Referenten von Wikpol, das auf eine Erfolgsbilanz von mehr als 500 abgeschlossenen Projekten zur Automatisierung von Produktionsprozessen zurückblicken kann, wiesen auf die wichtigsten Punkte hin, die vor einer Investition zu berücksichtigen sind. Dazu gehören vor allem:

  • Bedarfsanalyse: Unternehmen sollten ihre Robotisierungsbedürfnisse und -ziele sorgfältig
    bewerten, einschließlich der erwarteten Vorteile, Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen.
  • Die Auswahl der richtigen Lösungen: Unternehmen können verschiedene Ansätze für die Robotisierung wählen, die auf die jeweilige Branche, die Art der Produktion und die aktuellen Bedürfnisse/Bedingungen des Unternehmens zugeschnitten sind.
  • Budgetplanung: Bei der Schätzung der Projektkosten sollten die Investoren nicht nur die Kosten für die Anschaffung von Geräten, sondern auch die gesamten indirekten Kosten berücksichtigen.
  • Integration in bestehende Systeme: Für die Betriebe ist die Kompatibilität der neuen Lösungen mit den bestehenden Produktionssystemen äußerst wichtig. Die Integration von Daten und Prozessen bietet den Herstellern eine Reihe von Vorteilen.
  • Skalierung und Entwicklung: Unternehmen, welche die Einführung von robotergestützten Produktionslinien planen, sollten Methoden zur Skalierung und Entwicklung ihrer Investitionen in Betracht ziehen.
  • Wahl des Integrators: Der Erfolg eines Robotisierungsprojekts in einer Produktionsstätte
    hängt weitgehend von der Professionalität und Erfahrung des Integrators ab, d. h. des Unternehmens, das die robotisierte Produktionslinie entwirft, ausführt und implementiert. Eine wichtige Rolle des Integrators in dieser Phase ist auch die Beratung.

Der zweite Themenblock war der Realisierungsphase des Projekts gewidmet. Die folgenden Themen wurden diskutiert:

  • Kompetenz und Ressourcen des Integrators: Um die erfolgreiche Realisierung des Projekts zu gewährleisten, sollte der Integrator über spezifische Ressourcen verfügen, die ihn in die Lage versetzen, die nächsten Schritte des Prozesses, d. h. die Entwicklung, Herstellung und Implementierung des Robotersystems, erfolgreich durchzuführen.
  • Systementwurf: Bauunternehmen, die moderne Planungswerkzeuge verwenden, bieten ihren Kunden erhebliche Vorteile. Wikpol-Ingenieure nutzen modernste Software, um Geräte zu entwerfen, ihren Betrieb zu simulieren und ganze Systeme in einer virtuellen Umgebung zu betreiben. Sie nutzen digitale Tests von Standardlösungen, sowohl von mechanischen Systemen als auch von Software, und sind in der Lage, digitale Modelle von Maschinen zu erstellen. Sie verwenden auch Standards wie z.B. PackML oder PLCOpen bei der Gestaltung von Automatisierung und Steuerung. Der Einsatz der neuesten Werkzeuge für die Systementwicklung und -prüfung verkürzt die Projektvorlaufzeiten, verhindert Fehler, optimiert die Leistung, Zuverlässigkeit und Haltbarkeit der Geräte, senkt die Investitionskosten und verbessert die Produktqualität. Es erleichtert auch die Integration von Geräten in die Produktionslinie.
  • Standardisierung und Produktionskontrolle: Ein Auftragnehmer, der den Produktionsprozess in hohem Maße computerisiert hat, hat einen vollständigen Überblick über die nachfolgenden Produktionsschritte und kann die Ausführung der einzelnen Aufgaben in Echtzeit kontrollieren. Wichtig für die Qualitätsverbesserung ist auch die Möglichkeit eines schnellen, direkten Daten-/Informationsaustauschs zwischen den verschiedenen Ebenen des Konstruktions- und Produktionsbereichs.
  • Umfassende Leitungsprüfung: Die Prüfung der Geräte erfolgt standardmäßig im Rahmen der festgelegten Verfahren des Unternehmens. Bei Wikpol ist die letzte Stufe der Prüfung der Geräte vor der Auslieferung an das Werk des Kunden das FAT-Dateisystem, das den Nachweis der Funktionalität, Qualität, Effizienz und Übereinstimmung mit der technischen Dokumentation erbringt.
  • Sicherheit: Die Leitungsprüfung umfasst auch die Überprüfung der korrekten Funktion der Sicherheitsschaltungen. Bei Wikpol geschieht dies auf der Grundlage eines Sicherheitsprotokolls, das für jede Linie separat entwickelt wird.

Die letzten von Wikpol vorgestellten Themen betrafen den Betrieb und die Wartung von Roboterproduktionssystemen.

  • Wartung und Service: Es werden die besten Praktiken für die Wartung von Robotersystemen und Serviceoptionen vorgestellt.
  • Optimierung und Überwachung: Wikpol hat eine Reihe von Prozeduren und Werkzeugen entwickelt, die den optimalen Betrieb von robotischen Produktionssystemen unterstützen und die Überwachung ihrer Leistung ermöglichen.
  • Noch einmal ein Integrator: Beim Betrieb von Roboterlinien sind die Verfügbarkeit und der Umfang des technischen Supports, den der Integrator bietet, von besonderer Bedeutung. Die Referenzen, die Wikpol über viele Jahre hinweg erhalten hat, bestätigen die hohe Qualität der erbrachten Dienstleistung, einschließlich der schnellen Reaktion auf gemeldete Vorfälle und des ständigen Kontakts mit den Kunden.

Anschließend präsentierten die Partnerunternehmen detaillierte Studien zu verschiedenen wichtigen Bereichen der Robotisierung und Automatisierung. Dazu gehörten die folgenden Präsentationen:

FANUC – Effektive Robotisierung als Instrument der Unternehmensentwicklung. Ist es möglich, die Rentabilität von Investitionen in die Robotisierung genau zu berechnen?

FESTO – Effektiver Einsatz von Druckluft in Produktionsanlagen

TURCK – Turck-Lösungen für die digitale Transformation von Unternehmen

SCHUNK – Schunk ist nicht nur pneumatische Greifer.

Die Teilnehmer der Akademie hatten die Möglichkeit, das theoretische Wissen, das ihnen während der Konferenz vermittelt wurde, mit den Meinungen der eingeladenen Experten zu konfrontieren – Fachleute aus verschiedenen Branchen, die Erfahrungen mit der Implementierung von Roboterlösungen in ihren Betrieben gesammelt haben. Es bestätigte sich wiederum, dass die Teilnehmer der Akademie ein starkes Interesse daran haben, die Theorie direkt in die Produktionsrealität umzusetzen.

WORKSHOPS

Der Workshop-Teil umfasste ein interessantes und vielfältiges Themenspektrum. Das größte Interesse galt der Vorführung des Betriebs einer von WIKPOL entwickelten und hergestellten Roboter-Palettieranlage für Kartons.

Die Hauptkomponenten der Anlage sind ein Industrieroboter mit einem Gabelkopf mit einer Tragfähigkeit von 50 kg, der für die Aufnahme verschiedener Kartontypen oder Kartonreihen mit einer Länge von maximal 1 200 mm geeignet ist. Die Anlage verfügt auch über eine automatische Kartonwendefunktion. Sie ist standardmäßig mit einer automatischen Palettenzuführung ausgestattet.

Sie kann jedoch mit einem autonomen Transportfahrzeug (AGV) integriert werden, das leere Paletten und andere Hilfsmaterialien an die Linie liefert und volle Paletten abholt. Genau diese Version – mit AGV – haben wir auf der Akademie vorgeführt. Die Kapazität der Palettieranlage beträgt 25 Kartons pro Minute.

Wir haben uns auch ein paar Worte zum AGV selbst geäußert, was eine relativ neue Position
im Angebot von Wikpol darstellt. Es handelt sich um ein Fahrzeug mit einer Tragfähigkeit von bis zu 1.500 kg, das für Palettiervorgänge geeignet ist und sich durch hohe Flexibilität im Einsatz auszeichnet.

FANUC präsentierte ein Palettiersystem von Kartons, das auf einem kollaborativen Roboter basiert und keine speziellen Sicherheitsabdeckungen erfordert.

Der FESTO-Demonstrationsstand bestand aus dem Energieeffizienzmodul MSE6-E2M und weiteren Komponenten zur Überwachung des Druckluftverbrauchs.

Auf großes Interesse stießen auch der TURCK-Multimediastand und 3D-Scanners LMI Gocator – Technologie für die Qualitätskontrolle in der Produktionslinie, die Roboterpositionierung und geometrische Messungen.

SCHUNK – ein international renommierter Hersteller von Komponenten für die Automatisierung von Produktionsprozessen, einschließlich Greif- und Spanntechnik, präsentierte eine breite Palette von pneumatischen und elektrischen Greifern und Roboterzubehör.  

Tag 2

Am zweiten Tag konnten die Teilnehmer die robotergestützte Palettieranlage für Farben und Lacke in der Produktionsstätte von Akzo Nobel in Piława aus unmittelbarer Nähe besichtigen.

Zusammenfassung

Um die Idee der Wikpol-Robotisierungsakademie zusammenzufassen, muss betont werden, dass sie sich auf die praktischen Aspekte der Implementierung von Roboterlösungen in Produktionsanlagen konzentriert. Dies wird durch die gewählte Formel erleichtert, die sowohl den Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern als auch die Vorführung von Arbeitsgeräten und ganzen Roboterlinien und -systemen vorsieht, deren Betrieb aus der Nähe beobachtet werden kann.

Die Robotisierungsakademie ist eine wertvolle Initiative, die dazu beiträgt, konkrete Antworten auf die Frage zu geben, wie ein Werk erfolgreich und optimal den Weg der Robotisierung beschreiten kann.

Angesichts eines schnell wachsenden Automatisierungsmarktes trägt die Möglichkeit, Kenntnisse zu erwerben, die aus der Umsetzung von Hunderten von Projekten mit den neuesten technischen und IT-Lösungen resultieren, zur Kompetenz von Unternehmen bei, welche die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produktion verbessern wollen.

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